Der Rhodesian Ridgeback im Rasseportrait

Rhodesian Ridgeback im Rasseportrait

Schön, stark und wachsam – der Rhodesian Ridgeback

 

Das Leben mit Hund ist reicher als eines ohne – davon sind zumindest enthusiastische und achtsame Hundehalter hundertprozentig überzeugt. Sie möchten das Tier an ihrer Seite nicht missen und betrachten es als Familienmitglied und Kameraden für drinnen und draußen. Es gibt sogenannte „Modehunde“ bestimmter Rassen, die sich als besonders kinderfreundlich erwiesen haben oder deren „Design“ gerade vielen Menschen gleichzeitig gefällt. Oft handelt es sich dabei um kleine Hunde, die leicht zu transportieren und im Haus gut zu halten sind. Hier aber geht es um einen großen, ebenso edlen wie besonderen Hund, den viele Hundefreunde hierzulande noch nicht näher kennen: den Rhodesian Ridgeback, der aus dem Süden Afrikas stammt.

Charakterlich ist dieser ursprüngliche Buschjäger eine Mischung aus Wachsamkeit, gepaart mit Vorsicht, ausgezeichneter Nase und sicherem Instinkt. Der Rhodesian Ridgeback ist überhaupt kein aggressives Tier und sollte auch nicht auf Angriff dressiert werden. Er eignet sich nicht so gut für Menschen, die bisher keinerlei Erfahrung als Hundehalter besitzen, sondern eher für erfahrene Personen, die sich mit einem Hund und dessen Eigenheiten auseinandersetzen und ihn behutsam in sein neues Rudel integrieren. Ein Rhodesian Ridgeback verlangt nach Herrchen oder Frauchen, die sich auf das Tier einzustellen bereit sind, ohne ihm die Führung zu überlassen. Dabei darf nie vergessen werden, dass diese Hunderasse für die Jagd und die Bewachung gedacht war. Das heißt, ein Rhodesian Ridgeback braucht Auslauf in einem natürlichen Umfeld und wird nicht gern an der Leine durch Einkaufsstraßen geführt. Das hoch entwickelte Jagfieber des Hundes sowie sein natürlicher Beschützerinstinkt wollen ebenso sinnvoll wie konsequent gelenkt werden.

Für die Entwicklung dieser charakterstarken Tiere ist es sehr wichtig, dass sie mit viel Liebe und Sorgfalt aufgezogen werden, denn der Rhodesian Ridgeback ist ein spätreifer und sehr sensibler Hund, bei dem sich jede verfehlte Frühprägung nachteilig auswirkt. Diese Hunderasse darf niemals mit einer strengen Hand geführt werden, denn so wird der Rhoedsian Ridgeback niemals das tun, was man sich wünscht. Wird er aber artgerecht groß und mit Frischfleisch und Gemüse gefüttert, ist er mit etwa zwei bis drei Jahren ein ausgeglichener, ausgesprochen nervenstarker Hund, der über Sippe, Haus und Hof wacht und bereitwillig dazulernt. Er benötigt engen Kontakt mit seinem „Leitwolf“, der ihm Aufgaben überträgt, ihn als Partner wertschätzt und ihn lobt.

Ein Hund mit Geschichte – der Rhodesian Ridgeback

Noch heute wird der Rhodesian Ridgeback in vielen Teilen der Welt bei der Jagd eingesetzt. Er gilt als einzige anerkannte Rasse, deren Wurzeln im Süden Afrikas liegen. Seine Geschichte lässt sich bis in die Anfänge der Kapkolonie im 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals vermischten sich die Urahnen des Rhodesian Ridgeback mit den Hunden der Pioniere sowie mit den bei den Hottentotten lebenden, halbwilden Hunden mit einem Rückenkamm, dem „Ridge“. 

Meist waren zwei bis drei Hunde mit dem Auftrag unterwegs, Großwild – vor allem Löwen – aufzuspüren und diesem dank der dem Rhodesian Ridgeback eigenen Behendigkeit standzuhalten, bis sich die Jäger näherten. Der von F. R. Barnes 1922 in Bulawayo/Rhodesien (heute Simbabwe) aufgestellte Standard ist identisch mit dem der Kennel Union Südliches Afrika.
 
Wie sollte der „perfekte“ Rhodesian Ridgeback aussehen?

Laut FCI (Fédération Cynologique Internationale = Weltverband für einheitliche Beschreibung von Hunderassen und Festlegung der Zuchtrichtlinien) fällt der Rhodesian Ridgeback unter die Kategorie der Laufhunde, Schweißhunde sowie verwandter Rassen (Gruppe 6, Sektion 3), für die keine Arbeitsprüfung anfällt.

Das allgemeine Erscheinungsbild des Hundes wird wie folgt beschrieben: Der Rhodesian Ridgeback ist ein Hund mit ausgewogenem Körperbau, stark, muskulös, wendig und aktiv, symmetrisch im Profil und ausdauernd bei einer mittleren Geschwindigkeit. Beweglichkeit und Eleganz gehören zu den Merkmalen, auf denen das Hauptaugenmerk liegt. Der Rückenkamm, der diese Tiere unverwechselbar macht, entsteht dadurch, dass die Haare in entgegengesetzter Richtung als die sonstige Körperbehaarung wachsen. Der Ridge muss klar abgegrenzt und symmetrisch sein und in Richtung Hüfthöker schmaler werden. Er soll direkt hinter den Schultern anfangen, bis zu den Hüfthöckern reichen und darf nur zwei Wirbel in derselben Form besitzen, die sich gegenüber liegen. Die Wirbelunterkanten dürfen nicht über das obere Rückenkamm-Drittel hinausragen. Als guter Durchschnittswert gilt eine Ridge-Breite von 5 cm.

Der Kopf des Rhodesian Ridgeback

Der Schädel sollte eine mittlere Länge haben, wobei die Breite zwischen dem Gehänge und die Entfernung vom Hinterhauptstachel bis zum Ansatz der Stirn sowie vom Stirnansatz bis zur Nasenspitze gleich zu sein haben. Außerdem sollte der Schädel zwischen den Behängen flach und breit sein und bei entspannter Haltung keine Faltenbildung aufweisen. Verlangt wird zudem ein gut markierter Stirnansatz: Das Profil des Rhodesian Ridgeback darf keine Gerade vom Hinterhauptstachel bis zur Nasenspitze bilden. Eine schwarze Nase sollte mit dunklen Augen, eine braune Nase mit bernsteinfarbenen Augen einhergehen. Die runden, klaren Augen sollten nicht zu weit auseinander liegen und funkeln. Wünschenswert ist ein intelligenter Augenausdruck, und die Augenfarbe soll mit der Farbe des Fells harmonieren. 

Der Fang des Rhodesian Ridgeback sollte lang, tief und kräftig sein, die straffen Lefzen müssen an den Kiefern anliefen. Der edle Hund soll keine Backen haben, jedoch einen starken Kiefer mit vollständigem, perfekt schließendem Scherengebiss. Die obere Reihe der Schneidezähne soll die unteren Schneidezähne eng übergreifen sowie senkrecht im Kiefer stehen. Vor allem die Fang- oder Eckzähne sollen gut entwickelt sein. Gewünscht wird ferner ein hoch angesetzter, mittelgroßer Behang, der sich vom breiten Ansatz bis zur abgerundeten Spitze verjüngt und dicht am Kopf anliegt. Der ziemlich lange Hals des Rhodesian Ridgeback sollte kräftig sein und keine lose Kehlhaut aufweisen.

Der Körper des Rhodesian Ridgeback

Der Körper dieser schönen Hunde unterliegt ebenfalls strengen Richtlinien, die die FCI vorgibt. Kraftvoll ist der Rücken mit starken, muskulösen und leicht gewölbten Lenden. Der Brustkorb sollte nicht zu breit, dafür sehr tief sein - mit dem tiefsten Punkt des Brustbeins in der Höhe des Ellebogenpunktes. Die Vorbrust sollte von der Seite sichtbar sein, die Rippen nur mäßig gewölbt. Die am Ansatz kräftige Rute des Rhodesian Ridgeback läuft zur Spitze hin dünner aus und sollte weder zu hoch noch zu tief angesetzt und nur leicht gebogen sein.

Die vollständig geraden Vorderläufe sollen stark sein mit kräftigen Laufknochen, die Ellenbogen am Rumpf anliegen. Im Profil sollte der Vorderlauf breiter sein als in der Vorderansicht. Außerdem soll der Rhodesian Ridgeback starke Vorderfußwurzelgelenke sowie einen leicht geneigten Vorderfuß besitzen. Die Schultern müssen sich klar abzeichnen und schräg liegen. Sie sollten so muskulös sein, dass sich die große Geschwindigkeit des Hundes erahnen lässt. Die Hinterhand sollte schlank bemuskelt sein mit gut gewinkeltem Knie und kurzem Hintermittelfuß. Die runden Pfoten weisen eng aneinanderliegende und schön gewölbte Zehen auf. Das Gangwerk des Rhodesian Ridgeback wird mit gutem und freiem Raumgriff gewünscht.

Die besondere Attraktivität dieser außergewöhnlichen Hunde liegt in ihrem schönen Fell. Dieses muss laut FCI kurz, dicht, glatt und glänzend sein. Wolliges oder seidiges Haar entspricht nicht dem Standard. Die Fellfarbe wird als weizen- oder rotweizenfarbig beschrieben. An Brust und Zehen sind weiße Haare erlaubt, eine ausgedehnte weiße Behaarung sowohl hier als auch am Bauch und oberhalb der Zehen wird nicht gern gesehen. Als statthaft gelten außerdem ein dunkler Fang und dunkle Behänge. Schwarze Haare im ganzen Fell hingegen sind unerwünscht. Festgelegt sind ebenfalls Größe und Gewicht eines mustergültig aussehenden Rhodesian Rigdeback: Rüden haben eine Widerristhöhe von 63 bis 69 cm, Hündinnen von 61 bis 66 cm. Rüden dürfen maximal 36,6 kg und Hündinnen 32 kg auf die Waage bringen.

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"Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt"

(Albert Schweitzer)

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